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Raser auf den Straßen Berlins

Raser in Berlin
Nur allzu oft verursachen Raser immense Schäden

Mit der Corona-Krise und den mehr und mehr strengen Maßnahmen im Frühjahr hat sich das Verkehrsbild in Berlin verändert. Besonders zum Höhepunkt der Pandemie ließen viele Menschen ihr Auto ruhen. Die Folge: leere Straßen – und damit freie Bahn für Raser. Allein im April zählte die Polizei fast einhundert illegale Autorennen. Gelegenheitstäter? Vielleicht. Doch auch unabhängig von der coronabedingten Verkehrssituation nimmt die Zahl der Raser in Berlin zu. Lesen Sie hier alles rund um das Thema Rasen in Berlin.

Raser in Berlin: Rasen ist eine Straftat

Seit 2017 stellen illegale Straßenrennen nicht mehr „nur“ eine Ordnungswidrigkeit dar, sondern eine Straftat. Hierbei zählt nicht nur das unerlaubte Gegeneinander-Fahren auf einer längeren Strecke als illegales Rennen, sondern auch ein Rennen allein gegen die Uhr. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet und bei einem illegalen Rennen erwischt wird, hat mit einem Entzug der Fahrerlaubnis sowie Punkten in Flensburg zu rechnen. Gibt es Verletzte oder wurde ein Sachschaden verursacht, drohen zusätzlich eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Kommt ein Mensch zu Tode, beträgt die Freiheitsstrafe sogar bis zu zehn Jahre.

Trotzdem steigt die Zahl der Raser auf den Berliner Straßen weiter an. Im Jahr 2019 lag die Zahl der verzeichneten Fälle bei 390. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern liegt Berlin damit auf Platz zwei. Die meisten Fälle gab es in NRW – 659 an der Zahl. Allerdings verfügt NRW im Vergleich zu Berlin über eine sehr viel höhere Einwohnerzahl. Das Phänomen Rasen fällt in Berlin damit besonders auf – und erregt Besorgnis.

Sachschaden durch Raser – Was nun?

Nur allzu oft sind die Folgen von einem unerlaubten Überschreiten der Geschwindigkeitsbeschränkungen schwerwiegend. Doch auch wenn es keine Verletzten gibt und lediglich ein Bagatellschaden vorliegt, zieht das Konsequenzen mit sich – oftmals zum Verdruss der Betroffenen. Wird Ihr Fahrzeug von einem Raser touchiert, sollten Sie eine Anzeige wegen Fahrerflucht erstatten. Denn gerade bei Neuwagen ist der Kratzer im Lack oder die Delle in der Karosserie nicht nur ärgerlich, sondern kann in der Reparatur schnell teuer werden. Wird der Raser gestellt, übernimmt nach der Anzeige dessen Versicherung die entstandenen Kosten. Bleibt die Suche nach dem Verursacher allerdings erfolglos, muss der Betroffenen selbst für diese aufkommen. Eine versicherungstechnische Erstattung ist dann allenfalls über die eigene Vollkaskoversicherung gedeckt.

Tipp: Wer bemerkt, dass sein Fahrzeug durch einen Raser beschädigt wurde, sollte den Schaden protokollieren. Durch eine fachmännische Begutachtung lässt sich die Schadensregulierung meist vereinfachen. SV-Pico, Ihr Kfz-Gutachter in Berlin, gerne dabei, den Schaden zu beurteilen und die Schadenhöhe sowie den Umfang einzuschätzen.

So schützen sich Anwohner vor Rasern

Besonders in verkehrsberuhigten Zonen, wie Spielstraße oder Wohngegenden mit einem 30 km/h Tempolimit ist die Verkehrssicherheit ein wichtiges Thema. Möchten Sie sich als Anwohner gegen wiederkehrende Raser schützen, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen:

- Kommt es zu einer Verkehrsgefährdung, können Sie eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Selbst wenn der Raser unbekannt bleibt, kann das zu häufigeren Geschwindigkeitsmessungen in Ihrem Wohngebiet führen. So kommt zumindest der nächste Raser nicht ungestraft davon.

- Suchen Sie Unterstützung bei der Verkehrswacht. Sollte eine Strafanzeige gegen die Raser zu keiner Änderung der Situation führen, finden Sie in dieser eine wertvolle Stütze, um polizeiliche Maßnahmen, wie etwa häufigere Geschwindigkeitsmessungen, durchzusetzen

- Eine weitere Option, um Raser abzuschrecken ist der der Blitzermarathon. Schlagen Sie die entsprechende Zone doch für den nächsten Zeitraum vor.

- Stellen Sie einen Bürgerantrag an die kommunale Volksvertretung. Auf diese Weise können Sie beispielsweise den Bau von Fahrbahnschwellen, Plateaupflastern oder Teilaufpflasterungen erzielen.

Setzen Sie die genannten Maßnahmen um, dann sind Sie bestens aufgestellt, Raser von Ihrer Wohngegend fernzuhalten.

Quellen: ADAC / Stadt Berlin / Bußgeldkatalog

Bild: © byamrit / unsplash

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