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Häufige Fahrradunfälle in Berlin: Der Gutachter hilft im Ernstfall

Fahrradunfälle in Berlin
Schlimme Fahrradunfälle: Berlins Zentrum ist oft Schauplatz

 

Sommerzeit ist Fahrradzeit. So satteln viele Mitbürger bei den warmen Temperaturen auf den Drahtesel um. Der Arbeitsweg, der Ausflug mit Freunden und Bekannten, aber auch der kleine Einkaufsbummel werden dann per Fahrrad erledigt. Und das nicht von wenigen Deutschen: Laut der Studie „Fahrrad-Monitor 2015“ des Bundesverkehrsministeriums verfügen knapp 76 Prozent der Bundesbürger über ein eigenes Rad. Insbesondere im Sommer herrscht Hochsaison unter den Radlern. Damit einhergehend steigt leider auch die Zahl der Fahrradunfälle in Berlin: So verzeichnete die Sonderuntersuchung „Radverkehrsunfälle“ der Polizei Berlin im vergangenen Jahr in den warmen Monaten Juni und Juli die höchsten Unfallzahlen.

Hohe Zahl an Fahrradunfällen auf Berlins Straßen

In Berlin nutzen viele Bürger das Rad als alternatives Verkehrsmittel zum Auto oder zu Bus und Bahn. Wo viele Verkehrsteilnehmer unterwegs sind, ereignen sich natürlich auch häufiger Unfälle. So musste die Berliner Polizei im vergangenen Jahr 7.724 Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung verzeichnen. Das sind 25 Fälle mehr als noch im Vorjahr – im Zehn-Jahres-Vergleich sogar über tausend zusätzliche Unfälle. Tragisch: Unter den Fahrradunfällen endeten 675 Fälle mit einer Schwerverletzung und zehn Unglücke mit dem Tod. Dabei bilden die Spitzenreiter in Sachen Fahrradunfälle Berlins Stadtbezirke Mitte und Kreuzberg. Die wenigsten Radverkehrsunfälle ereigneten sich hingegen in den Bezirken Hohenschönhausen und Hellersdorf.

Hohes Unfallrisiko bei Fahrradfahrern

Laut der polizeilichen Sonderuntersuchung ist jeder dritte Verunglückte im Straßenverkehr einem Fahrradunfall zuzuordnen. Aus diesem Grund wollen die Beamten ein Hauptaugenmerk auf die als Risikogruppe betitelten Fahrradfahrer legen. Hintergrund sei unter anderem, dass eine Zunahme der Rad fahrenden Verkehrsteilnehmer erwartet wird. Weiterhin seien es – mit knapp 49 Prozent aller Verursacher – häufig die Radler selbst, die Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung auslösten.

Durchschlängeln als Hauptunfallursache

Die häufigste Unfallursache bei Unfällen mit Radfahrerbeteiligung ist laut der Sonderuntersuchung das Nichteinhalten eines ausreichenden Sicherheitsabstandes, insbesondere zu Autos. Das oftmals als „Durchschlängeln“ bezeichnete Verhalten würde häufig zu Unfällen, aber auch zu Sachschäden an Pkws führen. Zweithäufigste Ursache bildet die falsche Benutzung von Straßen und Fahrbahnen. So ereigneten sich viele Unfälle auf Fußgängerwegen oder durch die Benutzung von Radwegen in der falschen Richtung. Bei den von Pkw-Fahrern verursachten Unfällen mit Radfahrern waren im letzten Jahr Fehlverhalten beim Abbiegen und Nichtgewähren von Vorfahrtansprüchen die Hauptunfallursachen.

Fahrradunfälle in Berlin: Gutachter beauftragen

Radfahrer sind bei einem Unfall selbst am stärksten gefährdet und besitzen im Gegensatz zu Auto- und Motorradfahrern wenig Schutz. Gerade deshalb sollte jeder Radler stets auf die Verkehrsregeln, sich selbst und andere achten. Auch Autofahrer dürfen Radfahrende niemals unterschätzen und sollten diese als gleichgestellte Verkehrsteilnehmer achten. Kommt es trotz aller Vorsicht dennoch zum Unfall, hilft ein Gutachter weiter: Dieser ist schnell vor Ort, erstellt ein Schadens- bzw. Unfallgutachten für Fahrräder und klärt alle versicherungstechnisch relevanten Aspekte.

 

Quelle: BMVI, ADFC

Bild: © Kara / Adobestock

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